GITBlow
The specific type of injection molding procedure known as GITBlow is a combination of gas-injection and blow molding. With this process, complex plastic components can be produced directly with hollow regions possessing large cross-sectional areas, a large hollow-body volume, and, optionally, lower wall thickness. The primary goal of the process is the integration of functional cavities (for example for cable routing or transport of media), without requiring an elaborate multistage production process, such as welding or adhesive bonding of molded or blow-molded components.
Using prototypes produced similarly to series parts, different aspects of this process are being investigated by the Kunststofftechnik Paderborn with the goal of adjusting component properties; the areas being researched include:
- influence of process parameters
- integration of variable temperature-control methods
- process simulation by means of CFD and FEM
- processing of specific materials
- development of hybrid structures
Die Bedeutung von leichtgewichtigen Bauteilstrukturen nimmt bei industriell gefertigten Produkten einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Preisanstiege bei natürlichen Ressourcen zwingen die Industrie zudem zu einem effizienteren Umgang mit Rohstoffen. Das an der Kunststofftechnik Paderborn entwickelte Spritzgieß-Sonderverfahren GITBlow kann hierzu durch eine innovative Prozessführung einen Beitrag leisten. Es erlaubt die Herstellung hohler und besonders leichtgewichtiger Strukturen, die durch großvolumige, komplexe Hohlräume und geringe Wanddicken gekennzeichnet sind.
Ziel des hier beschriebenen Vorhabens ist die Simulation und Modellierung des Prozessverhaltens bei der Verarbeitung von teilkristallinen Kunststoffen im zweistufigen GITBlow-Prozess. Die bisherigen Ergebnisse haben anhand der Verarbeitung amorpher Materialien gezeigt, dass bei der Simulation des GITBlow-Prozesses eine Aufteilung in die drei charakteristischen Prozessschritte des Verfahrens zielführend ist. Diese sind die Preformproduktion mittels Gasinnendruckspritzgießen (Simulation CFD), Temperaturaus-gleich durch Wärmetransport (Simulation FEM) und Aufblasen mittels zweiter Gasinjektion (Simulation mittels Feder-Dämpfer-Modell). Anhand teilkristalliner Materialien konnten PP; PA6 und PA12 bereits simuliert und experimentell validiert werden. Zuletzt steht die Implementierung der Kristallinitätseigenschaften in die Modellierung im Fokus.
Genauer Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier: Projektbericht