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Gemeinsame WPC-Forschung zu Sandwichspritzgießen

Wood Plastic Composites (WPC) könnte zukünftig als Kernmaterial für das Sandwichspritzgießen innovativer Anwendungen dienen. Das Süddeutsche Kunststoffzentrum SKZ und der Lehrstuhl für Kunststofftechnologie (KTP) der Universität Paderborn stellen sich dieser Herausforderung in einem neu gestarteten Forschungsprojekt.

Sandwichspritzgießen gehört zu den Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung von Formteilen, die aus einer Kern- und einer Hautkomponente bestehen. Eine geeignete Spritzgießmaschine besitzt für beide Komponenten jeweils ein separates Spritzgießaggregat, welche zusammen über eine gemeinsame Düse (Spritzkopf) injizieren.

Die Nutzung des Sandwichspritzgießens mit WPC als Kernmaterial ist sinnvoll, um Formteile mit hoher Formstabilität und bester Oberflächenqualität günstiger herzustellen. Neben den guten mechanischen Charakteristiken (Steifigkeit, Festigkeit) sind es vor allem ihre Vorteile gegenüber Glasfasern, die für diese Materialien sprechen. Holz und Naturfasern haben gegenüber klassischen mineralischen Füll- oder Verstärkungsstoffen (Dichte zwischen 2,5 und 2,85 g/cm³) eine geringere Dichte (ca. 1,4 g/cm³). Insbesondere bei größeren Bauteilen und im Leichtbau stellt die Dichte des Werkstoffs einen entscheidenden Faktor dar. Ein weiterer Vorteil des Einsatzes der Sandwichtechnik bei der WPC-Nutzung ist die Reduzierung der Geruchsbelastung, um eine breitere Anwendung im Innenbereich zu ermöglichen. Nicht zuletzt soll die Kunststoffhaut die Wasseraufnahme verhindern und dadurch Dimensionsänderungen des Formteils ausschließen. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Anwendung von WPC, die bisher für diese Materialklasse nicht realisierbar waren.

Wieweit WPC als Kernmaterial im Sandwichspritzgießen eingesetzt werden kann, erforscht das SKZ in enger Kooperation mit dem Lehrstuhl für Kunststofftechnologie (KTP) der Universität Paderborn in einem gemeinsamen Projekt. Das Projekt läuft bis Dezember 2014.

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