Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

KUNSTSTOFFTECHNIK PADERBORN (KTP) Bildinformationen anzeigen
KUNSTSTOFFTECHNIK PADERBORN (KTP) Bildinformationen anzeigen
KUNSTSTOFFTECHNIK PADERBORN (KTP) Bildinformationen anzeigen

KUNSTSTOFFTECHNIK PADERBORN (KTP)

KUNSTSTOFFTECHNIK PADERBORN (KTP)

KUNSTSTOFFTECHNIK PADERBORN (KTP)

|

Prof. Dr.-Ing. Elmar Moritzer lädt ein zur Diskussion

Werkzeugbauer, die Spritzgießwerkzeuge für die mittelständische kunststoffverarbeitende Industrie erzeugen, gehören zu den gefährdeten Wirtschaftszweigen in Nordrhein-Westfalen. Um dieser Thematik für den Wirtschaftsraum Ostwestfalen auf den Grund zu gehen, initiierten Prof. Dr. Elmar Moritzer, Leiter des Instituts für Kunststofftechnik, und Matthias Poschmann, Vorstand von kunststoffland NRW, eine Diskussion unter Fachleuten. In der Uni Paderborn trafen sich unter anderem Mitarbeiter von Böllhoff, Phoenix Contact, groku Kunststoffe GmbH, außerdem Kollegen aus dem Hella Werkzeug Technologiezentrum, von Wenker Werkzeugbau und Werkzeugbau Berger aus Salzkotten.

Im Fokus der Diskussion stand die Frage, inwieweit ein Zentrum für Werkzeugbauer für beteiligte Firmen ein Vorteil sein könne. Moritzer: „Unter Kollegen spricht man von einer verlängerten Werkbank, gemeint ist damit ein Zentrum, in dem Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden.“ Und zwar mit folgenden Dienstleistungs-Schwerpunkten: Bereitstellung von High-Tech Bearbeitungsmaschinen (Dienstleistungen z.B. Fräsen, Drehen etc. im Hochpräzisionsbereich), Unterstützung bei der Konzeption der Werkzeuganlage, Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen und technischen Randbedingungen, verfahrenstechnische, mechanische, rheologische und thermodynamische Auslegung von Werkzeuganlagen, Bereitstellung neuester High-End Messtechnik (berührlos, taktil etc.), Aus- und Weiterbildung der Werkzeugmacher.

Vor allem unter den Geschäftsführern kleinerer Betriebe herrschte Einigkeit: Von der Kapitaldecke her seien viele Mittelständler einfach zu dünn, um auf dem Status Quo der Werkzeuginnovationen zu bleiben, zumal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. „Wir müssen schnell und gut sein, denn günstiger als in China können wir nicht sein“, so Dieter Kästingschäfer von der G-12 FreiForm GmbH in Bad Salzuflen. Andreas Wenker von der Wenker-Werkzeugbau KG ergänzte: „Wer klein und flexibel ist, hat auch Vorteile.“ Bei Wenker wurde zwischen 1990 und 200 der komplette Maschinenpark ausgetauscht. „Nur wer sich verändert, kann am Markt bleiben.“

Umso mehr müsse in einem Werkzeug-Zentrum gewährleistet sein, dass die Auftragsentwicklung zügig abgewickelt werde und Strukturprobleme beseitigt würden. Matthias Poschmann ist Mittelständler im Märkischen Kreis und Vorstandsvorsitzender von kunststoffland NRW: „Die nordrhein-westfälischen Werkzeugbauer brauchen ein Lobby, wir müssen den Werkzeugbau in NRW stärken und stabilisieren.“ Dafür sprach sich auch Annette Förster, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Paderborn aus: „Sind die Strukturen erst weg, können wir sie kaum wiederholen. Wir müssen alles tun, um sie effizient zu erhalten. Ich unterstützte dieses Werkzeugbauer-Zentrum in OWL, Standort Paderborn, voll und ganz.“

Weitere Infos zum Thema hier:
http://www.kunststoffland-nrw.de/index.php?id=34&oid=1362

Die Universität der Informationsgesellschaft